's Heftpflaster

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    's Heftpflaster 01/22

    Top Thema, Gesundheit

    Wenn die Pollen fliegen

    Jetzt, wo der Frühling naht, beginnt für Pollenallergiker und -allergikerinnen eine lästige Zeit. Wir erklären, was im Körper der Leidtragenden geschieht und was Linderung bringt.

    Die Ursache von Allergien liegt in einer Fehlreaktion des Immunsystems. Fälschlicherweise reagiert der Körper auf harmlose Fremdstoffe, sogenannte Antigene. Bei einer Pollenallergie können dies zum Beispiel Hasel, Birke oder Gräser sein. Beim Erstkontakt identifiziert das Immunsystem das Allergen als Gefahr. Um diese wieder loszuwerden, bilden die weissen Blutkörperchen Antikörper. Bei der eben beschriebenen Sensibilisierung treten noch keine Symptome auf. Erst beim nächsten Kontakt docken die Allergene an die gebildeten Antikörper an. Darauf schütten die Mastzellen, ein weiterer Bestandteil des Immunsystems, Histamin aus. Dieser Botenstoff bewirkt eine Erweiterung der Gefässe. Beispielsweise wird so die Bindehaut der Augen durch die Allergie stärker durchblutet, wodurch sie anschwillt und rot wird. Fachleute sprechen von einer allergischen Bindehautentzündung. Die allergische Reaktion beeinträchtigt ausserdem den Tränenfilm, der instabil wird. Dadurch können trockene Augen entstehen. Auch Juckreiz und Fremdkörpergefühl in den Augen, Sekretfluss der Nase, Niesattacken, Müdigkeit und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind Symptome von Heuschnupfen. All diese Beschwerden können im Alltag stark einschränkend wirken.

    Kreuzallergien

    Oft leiden Heuschnupfenpatienten und -patientinnen gleichzeitig an Nahrungsmittelallergien, die sich in Kribbeln und Jucken der Lippen und im Mundbereich äussern. Grund dafür kann eine Kreuzallergie zwischen dem Nahrungsmittel und den Pollen sein. Dies geschieht, weil beispielsweise die Allergene der Birke jener einer Birne ähneln. Allergiker und Allergikerinnen auf Birkenpollen können beim Biss in die Birne kreuzallergisch reagieren. Diese Reaktion ist aber weniger heftig als eine echte Birnenallergie.

    Eine Tabelle der Kreuzallergien finden Sie unter www.volksapotheke.ch/kreuzallergien

     

    Unsere Tipps

    • Waschen Sie abends die Haare, um die Pollen nicht ins Bett zu nehmen und erholsam zu schlafen.

    • Ziehen Sie die Kleidung nicht im Schlafzimmer aus.

    • Während der Pollensaison sollten Sie nur stosslüften. Nutzen Sie längere Regenphasen für ausgiebigeres Lüften.

    • Passen Sie die Freizeitaktivitäten dem Pollenflug an und wählen Sie beispielsweise Indoorsport.

    • Saugen und nehmen Sie regelmässig feucht auf.

    • Trocknen Sie die Wäsche nicht im Freien.

    • Tragen Sie draussen eine gut schliessende Sonnenbrille.

    • Konsultieren Sie regelmässig einen Pollenflugkalender, um den Pollen ausweichen zu können: www.pollenundallergie.ch/home

     

    Diagnose

    Um einen Heuschnupfen zu diagnostizieren, findet zuerst ein Gespräch mit einem Allergologen oder einer Allergologin statt. Mit Fragen, wann und wie die Symptome auftreten, kann bereits eine erste Diagnose gestellt werden. Um herauszufinden, auf welche Stoffe man genau reagiert, kann ein Pricktest durchgeführt werden. Bei dieser Untersuchung werden die Allergene auf die Haut aufgetragen und die Haut oberflächlich eingestochen. Jucken, Rötung oder Quaddeln sind Zeichen einer allergischen Reaktion.

    Leiden Sie seit Jahren an starken Heuschnupfen-Symptomen, sollten Sie dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es besteht die Gefahr, dass Sie auf immer mehr Stoffe allergisch reagieren oder als Folge ein allergisches Asthma entwickeln. Bei einem solchen Etagenwechsel wandert die Allergie von den oberen in die unteren Atemwege, also in die Lunge. Um dies zu vermeiden, ist eine rechtzeitige Behandlung der Pollenallergie wichtig.

    Behandlung

    Zur Behandlung von Heuschnupfen eignen sich verschiedene Möglichkeiten. Es gibt Medikamente in Form von Augentropfen, Nasensprays, Tabletten oder Kaugummis gegen Pollenallergie, die zur Behandlung der Beschwerden eingesetzt werden können. Häufig werden Antihistaminika und Mastzellstabilisatoren verwendet. Antihistaminika blockieren den Botenstoff Histamin, wodurch die allergische Reaktion des Immunsystems gestoppt wird. Mastzellstabilisatoren in Form von Augentropfen werden vor allem zur Vorbeugung der Heuschnupfensymptome eingesetzt und sollten ab mindestens einer Woche vor dem Pollenflug des entsprechenden Allergens regelmässig angewandt werden. Diese Behandlung erschwert die Ausschüttung von Histamin durch Mastzellen bei der Immunreaktion.

    Nebst den chemischen Präparaten gibt es auch homöopathische oder rein pflanzliche Heilmittel, um die Beschwerden zu lindern. Ebenfalls zur Vorbeugung des Heuschnupfens geeignet sind Präparate mit Schwarzkümmelöl. Diese werden während sechs Monaten vor der Pollensaison eingenommen. Homöopathische Mittel, die beispielsweise die Symptome von juckenden, brennenden und geröteten Augen lindern, bringen den Vorteil, dass sie ohne Bedenken die ganze Saison angewandt werden können. Für Kinder sowie Linsentragende sind homöopathische Mittel ebenfalls geeignet.

    Weiter sind Nasenspülungen eine gute Möglichkeit, die Nase zu befreien. Die Spülung schwemmt die Pollen aus und pflegt gleichzeitig die Nasenschleimhaut.

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