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    Top Thema, Gesundheit, Heuschnupfen

    Heuschnupfen – Wenn der Frühling zur Qual wird

    Kaum schmilzt der Schnee und kitzelt die Sonne das Gesicht, beginnt für viele Menschen eine herausfordernde Zeit. Eine laufende Nase, tränende Augen und Juckreiz quälen viele Menschen.

    So ergeht es auch M. Peyer, der sich erstmals mit den Symptomen von Heuschnupfen konfrontiert sieht. «Alles fühlt sich so trocken und brennend an, aber meine Nase läuft und die Augen tränen», beschreibt er seine Beschwerden in der Apotheke. Zunächst stellt sich die Frage: Erkältung oder Heuschnupfen? Dank der genauen Beschreibung von M. Peyer kommt die Apothekerin zum Schluss, dass es sich um eine Pollenallergie handelt. Doch was steckt dahinter?

    Was ist Heuschnupfen?

    Heuschnupfen oder saisonale allergische Rhinitis ist eine allergische Reaktion auf Pollen von Gräsern, Bäumen und Kräutern. Der feine Pollenstaub fliegt durch die Luft und landet auf den Schleimhäuten und in den Atemwegen. Für Nicht-Allergiker sind diese Pollen harmlos. Bei Allergikern jedoch können die Eiweisse, die im Pollenstaub vorhanden sind, eine überschiessende Immunreaktion auslösen. Dabei wird das körpereigene Hormon Histamin und weitere Substanzen ausgeschüttet, was zu einer Entzündung der Bindehaut der Augen und der Schleimhäute in Nase und Atemwege führt.

     

    Diese Entzündungen führen häufig zu Symptomen wie juckenden, brennenden, geröteten und tränenden Augen, einer kribbelnden oder verstopften Nase, Niesreiz und trockenen Schleim-häuten. Gleichzeitig bewirkt das Histamin eine Verengung der Bronchien. Dies kann ein Engegefühl in der Brust oder sogar Atemnot verursachen.

    Warum wird Heuschnupfen häufiger?

    Die Ursachen für die zunehmende Verbreitung von Allergien sind komplex. Forschende machen Umwelteinflüsse, Stress und den gestiegenen Hygienestandard verantwortlich. Ironischerweise kann ein keimfreies Umfeld dazu führen, dass das Immunsystem nicht ausreichend «trainiert» wird und später überschiessend auf harmlose Stoffe wie Pollen reagiert.

     

    Es ist keineswegs ungewöhnlich, dass eine Pollenallergie erst im Erwachsenenalter auftritt. Häufig zeigen sich die ersten Symptome jedoch bereits im Kindesalter. Dies verdeutlicht auch die Reaktion von M. Peyer, der erstaunt feststellt: «Aber ich bin doch schon 25 Jahre alt und hatte das noch nie!» Tatsächlich kann Heuschnupfen in jedem Alter auftreten.

    Was tun gegen die Beschwerden?

    «Ach, dann werde ich von nun an immer im Frühling leiden», sagt Herr Peyer. Wahrhaftig können die Beschwerden die Lebensqualität und den Alltag der Betroffenen beeinträchtigen. Die gute Nachricht: Es gibt viele Möglichkeiten, um die Symptome zu lindern und den Kontakt mit Pollen zu minimieren. Pollenfluginformationen im Internet helfen dabei, den Tagesablauf anzupassen. Outdoor-Aktivitäten sollten an Tagen mit geringer Pollenbelastung geplant werden. Bei hoher Belastung können Indoor- oder Wassersportarten eine Alternative sein. Während der Pollensaison ist es ratsam, nur kurz zu lüften oder Pollengitter zu verwenden, die das Eindringen von Pollen verhindern.

     

    Regelmässiges Staubsaugen mit einem HEPA-Filter oder einem zertifizierten filterlosen Modell hilft, die Pollenkonzentration in Innenräumen zu senken. Teppiche und Möbel sollten ebenfalls gereinigt werden. Abends empfiehlt es sich, die Haare zu waschen und getragene Kleidung ausserhalb des Schlafzimmers aufzubewahren, um Pollen im Bett zu vermeiden. Frisch gewaschene Wäsche sollte nicht im Freien getrocknet werden.

    Medikamentöse Hilfe

    Falls trotz aller Vorsichtsmassnahmen Beschwerden auftreten, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die individuell auf die Symptome abgestimmt werden können. Dazu gehören Nasensprays, Augentropfen sowie Tabletten oder Tropfen. Es gibt sowohl chemische als auch pflanzliche und homöopathische Präparate, die je nach Vorliebe und Schwere der Symptome eingesetzt werden können.

     

    Für eine längerfristige Lösung empfiehlt sich die sogenannte allergenspezifische Immuntherapie, auch Desensibilisierung genannt. Dabei wird das Immunsystem schrittweise an das Allergen gewöhnt. Diese Therapie erfordert jedoch eine allergologische Abklärung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt.

    M. Peyer findet seine Lösung

    Nach der Beratung in der Apotheke entscheidet sich M. Peyer für eine Nasenspülung, um die Schleimhäute morgens und abends von Pollen zu befreien. Zusätzlich nimmt er homöopathische Globuli gegen die akuten Beschwerden. Bei Bedarf stehen ihm auch chemische Mittel in Form von Tabletten oder Nasensprays zur Verfügung. Drei Tage später kommt er erleichtert in die Apotheke zurück. Seine Beschwerden sind dank der Massnahmen und Mittel grösstenteils abgeklungen.

     

    Gerne beraten wir Sie in der Apotheke und tüfteln mit Ihnen die für Sie passende Behandlung aus. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

    Volksapotheke hilft

    Bei Fragen rund um Ihre Gesundheit sind die Mitarbeitenden der Volksapotheke Ihre erste Anlaufstelle – fachkundig, persönlich und diskret.

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