Zecken sind in der Schweiz weit verbreitet und können Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Besonders in den warmen Monaten steigt das Risiko eines Zeckenbisses deutlich an. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen, Zecken richtig entfernen und wann eine Impfung sinnvoll ist.
Wo kommen Zecken vor?
Zecken leben bevorzugt in hohem Gras, Gebüschen, Waldrändern oder feuchten Wiesen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung fallen sie nicht von Bäumen, sondern sitzen meist in niedriger Vegetation und werden beim Vorbeigehen abgestreift.
Durch mildere Winter und wärmere Temperaturen sind Zecken heute länger aktiv als noch vor einigen Jahren. In vielen Regionen der Schweiz beginnt die Saison bereits im Frühling und dauert oft bis in den späten Herbst hinein.
Welche Krankheiten können Zecken übertragen?
FSME – die Frühsommer-Meningoenzephalitis
FSME ist eine Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen werden kann. Sie betrifft das Nervensystem und kann zu Hirnhaut- oder Gehirnentzündungen führen. Erste Symptome ähneln häufig einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen oder Müdigkeit.
Gegen FSME gibt es eine wirksame Impfung, die insbesondere für Personen empfohlen wird, die sich regelmässig in der Natur aufhalten oder in Risikogebieten wohnen.
Borreliose
Borreliose wird durch Bakterien verursacht. Typisch ist eine ringförmige Hautrötung rund um die Einstichstelle, die oft erst einige Tage oder Wochen nach dem Zeckenbiss auftritt. Möglich sind auch grippeähnliche Beschwerden, Gelenkschmerzen oder neurologische Symptome.
Im Gegensatz zu FSME existiert gegen Borreliose keine Impfung. Wird die Erkrankung früh erkannt, kann sie jedoch in der Regel gut mit Antibiotika behandelt werden.
So schützen Sie sich vor Zecken
Mit einigen einfachen Massnahmen lässt sich das Risiko eines Zeckenbisses deutlich reduzieren:
- Geschlossene Schuhe und lange Kleidung tragen
- Helle Kleidung wählen, damit Zecken besser sichtbar sind
- Zeckenschutzmittel verwenden
- Hohe Gräser und dichtes Unterholz möglichst meiden
- Körper nach Aufenthalten im Freien gründlich absuchen
Besonders wichtig ist das Absuchen von Kniekehlen, Leistengegend, Achseln, Hals und Kopfhaut. Auch bei Kindern sollten diese Stellen sorgfältig kontrolliert werden.
Zecke entdeckt – was tun?
Wird eine Zecke entdeckt, sollte sie möglichst rasch entfernt werden. Dafür eignet sich eine feine Pinzette oder Zeckenkarte.
Die Zecke wird möglichst hautnah gefasst und vorsichtig gerade herausgezogen. Anschliessend sollte die Stelle desinfiziert und in den folgenden Tagen beobachtet werden.
Treten Symptome wie Fieber, starke Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden oder eine ringförmige Hautrötung auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Wann ist eine FSME-Impfung sinnvoll?
Die FSME-Impfung wird in der Schweiz für viele Regionen empfohlen. Sie eignet sich insbesondere für Menschen, die viel Zeit im Freien verbringen – sei es beim Wandern, Joggen, Velofahren oder bei der Gartenarbeit.
Gerne beraten wir Sie persönlich zur FSME-Impfung und zum passenden Zeckenschutz.






