Erkältungen und Grippe – Die Tücken des Herbstes

Geschrieben von Volksapotheke | 22.03.2019 13:24:57

Herbstzeit ist vor allem Erkältungszeit. Richtig gefährlich kann es dann werden, wenn durch Influenzaviren aus der gewöhnlichen Erkältung eine Grippe wird. Zum Glück zeigt seit Jahren ein kleiner Pieks grosse Wirkung: so sorgt die bewährte Grippeimpfung für wirksamen Schutz. Die Volksapotheke empfiehlt sich im Herbst am besten vor Mitte November impfen zu lassen.

Erkältung nicht gleich Grippe

Eine Erkältung wird durch Viren ausgelöst, welche sich das ganze Jahr in der Umwelt befinden. Diese werden durch kleine Tröpfchen in der Luft übertragen oder sie befinden sich auf Oberflächen, welche von infizierten Personen berührt wurden. So gelangen sie über die Hände in den Mund- und Nasen­raum und es kommt zu einer Infektion. Dadurch wird eine Reaktion des Immunsystems ausgelöst, welches beginnt, die Viren zu bekämpfen. Dies äussert sich nach 2 bis 8 Tagen mit den erkältungstypischen Symptomen wie Halsschmer­zen und Schnupfen. Dazu können im weiteren Verlauf auch Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber kommen. Eine normale Erkältung dauert in der Regel 7 bis 14 Tage, wobei der Hus­ten noch länger hartnäckig sein kann. Die Erkältung verläuft in den meisten Fällen harmlos und ohne Komplikationen.

Die meisten Erkältungen kommen in der kal­ten Jahreszeit vor, wobei nicht das Frieren eine Erkältung auslöst, sondern eine Viel­zahl von unterschiedlichen Faktoren. So ist die Raumluft im Winter oft zu trocken. Die Nasenschleimhaut trocknet aus und ihre Widerstandskraft gegenüber den Viren wird geschwächt. Zusätzlich schwächt häufig ein Vitamin-D-Mangel aufgrund des fehlenden Sonnenscheins das Immunsystem. Hinzu kommt, dass die häufigsten Erreger einer Erkältung, die Rhino­viren, sich in einer kalten Umgebung schneller vermehren und somit einfacher eine Erkältung auslösen können.

Was ist die echte Grippe?

Im Gegensatz zu einer Erkältung handelt es sich bei der echten Grippe um eine Infektion mit Influenzaviren. Eine Infektion ausserhalb der Grippezeit, welche in der Schweiz von ­November bis April dauert, ist sehr selten. Die Grippe und die Erkältung haben zum Teil sehr ähnliche Symtome, wobei diese bei der Grippe stärker und plötzlich auftreten.

Hierbei ist zu Beginn oft kein Schnupfen vorhanden, das Fie­ber kann jedoch sehr hoch sein (bis 41° C). Eine Grippe ist nach etwa 7 bis 14 Tagen überstanden, wobei die allgemeine Müdigkeit noch einige Wochen bestehen kann. Ebenso sind schwere Komplikationen bei einer Grippe häufiger, da das Immunsystem durch die Viren geschwächt ist und sich gegen andere Krankheitserreger, insbesondere Bakterien, weniger gut wehren kann. So kann es zu schweren Folgeerkrankungen wie Hirnhautentzündung, Herzmuskelentzündung oder Lun­genentzündungen kommen.

Was kann man gegen Grippe tun?

Eine der effektivsten Möglichkeit zum Schutz vor der Grippe ist und bleibt die Grippeimpfung. Diese kann im Herbst, op­timal im Oktober/November, erfolgen und senkt das Risiko für eine Ansteckung mit Influenzaviren während des ganzen Winters. Die Impfung besteht aus Bestandteilen der häufigs­ten Influenzaviren und sorgt dafür, dass das Immunsystem die Viren bereits kennt. Somit kann der Körper schneller reagie­ren und einen Ausbruch der Grippe verhindern.

Wer sollte sich impfen lassen?

Es wird empfohlen, dass sich Personen ab 65 Jahren, chronisch Kranke sowie Personen, welche engen Kontakt zu Älteren oder kleinen Kindern haben, impfen lassen. Mit der Impfung schützen Sie nicht nur sich selber, sondern verringern auch das Ansteckungsrisiko der Personen in Ihrem Umfeld. Die Imp­fung ist in der Regel sehr gut verträglich und kann meist in der Apotheke ohne Wartezeit durchgeführt werden.

Von der Grippe bis zur Zecke - Impfen in der Apotheke

Früher musste man zum Arzt gehen, um sich impfen zu las-sen. Da jedoch nicht alle Menschen über einen Hausarzt ver­fügen oder keine Zeit für einen Termin beim Arzt haben, dürfen neu auch Apotheken diese Dienstleistung in der Schweiz anbieten. Auch die Volksapotheke Zum Zitronenbaum bietet Impfungen gegen Grippe, Hepatitis und Zeckenbisse (FSME als mögliche Folge) an. Die längeren Öffnungszeiten und die unkomplizierte Terminfindung in der Apotheke erleichtern es, die benötigten Impfungen regelmässig durchzuführen.

Text: Marco Grob und Ralph Aichem