Beschwerdefrei durch die Pollensaison

Geschrieben von Volksapotheke | 09.03.2026 15:54:32

Frühling bedeutet für viele Menschen Sonne und Aufbruch – für Allergiker jedoch oft Niesen, juckende Augen und Schlafprobleme. Doch moderne Behandlungsmöglichkeiten und eine gezielte Beratung in der Apotheke können spürbare Erleichterung bringen.

Die Sonne erfreut unser Herz, die Vögel zwitschern um die Wette und die ersten Frühblüher verwöhnen unsere Augen – der Frühling kündigt sich an. Für viele Menschen ist er ein Aufatmen nach den Wintermonaten. Doch nicht alle können diese Jahreszeit unbeschwert geniessen. Wer an Heuschnupfen leidet, erlebt den Frühling oft als Einschränkung – mit Beschwerden, die den Alltag spürbar belasten.

 

Wenn der Frühling zur Belastung wird

So ergeht es Frau Liechti. Seit mehr als zehn Jahren leidet sie an Heuschnupfen. Eine laufende und juckende Nase, ständiges Niesen, tränende Augen sowie gereizte Haut rauben ihr den Schlaf, die Freude an Spaziergängen in der Natur und zunehmend auch die Nerven. Sie fühlt sich in ihrer Vitalität und Mobilität eingeschränkt und hält sich während der Pollensaison fast nur noch in geschlossenen Räumen auf. Frustriert sucht Frau Liechti die Apotheke auf, um erneut Nasenspray, Augentropfen und Tabletten zu kaufen – Produkte, die bisher jedoch nur unbefriedigend gewirkt haben.

 

 

Zunächst schildert Frau Liechti der Pharmaassistentin ihre Beschwerden. Sie berichtet, dass die antiallergischen Augentropfen, der Nasenspray sowie die Tabletten trotz korrekter Anwendung kaum Linderung verschaffen. Die Pharmaassistentin erkennt, dass eine vertiefte Beratung durch eine Apothekerin sinnvoll wäre, und leitet Frau Liechti entsprechend weiter.

 

Beratung als Schlüssel zu wirksamer Behandlung

Neu können in der Apotheke nach einer fachlichen Beratung auch rezeptpflichtige Medikamente abgegeben werden. Im Rahmen des Beratungsgesprächs wird eine Anamnese durchgeführt. Dabei werden Grunderkrankungen, aktuell eingenommene Medikamente, bekannte Allergien, der allgemeine Gesundheitszustand sowie mögliche beeinflussende Faktoren besprochen. Zudem wird abgeklärt, ob klinische Warnzeichen oder Symptome vorliegen, die auf eine schwerwiegende oder gar lebensbedrohliche Erkrankung hindeuten könnten. Im Fall von Frau Liechti kommt die Apothekerin zum Schluss, einen rezeptpflichtigen Nasenspray sowie rezeptpflichtige Augentropfen abzugeben.

 

Warum kortisonhaltige Nasensprays wirksamer sind

Die rezeptpflichtigen Nasensprays, die nach der Beratung in der Apotheke erhältlich sind, enthalten Kortison oder eine Kombination aus Kortison und einem antiallergischen Wirkstoff. Studien zeigen, dass kortisonhaltige Nasensprays bei moderaten bis starken Heuschnupfenbeschwerden eine deutlich bessere Wirksamkeit aufweisen als antiallergische Nasensprays und Tabletten zusammen. Sie sollten daher bevorzugt eingesetzt werden und gelten auch bei längerer Anwendung als unbedenklich.

Zudem enthalten die rezeptpflichtigen Augentropfen einen potenteren Wirkstoff, der insbesondere den Juckreiz wirksamer lindert. Aufgrund ihrer besseren Wirksamkeit sollten sie gegenüber frei verkäuflichen antiallergischen Augentropfen bevorzugt werden.

 

Richtige Anwendung ist entscheidend

Die Apothekerin erklärt Frau Liechti genau, worauf sie bei der Anwendung des Nasensprays und der Augentropfen achten sollte. Zusätzlich erhält sie ein Merkblatt mit den wichtigsten Anwendungshinweisen als Gedankenstütze für zu Hause. Die Apothekerin betont zudem die Bedeutung der täglichen, konsequenten Anwendung und gibt wertvolle Tipps für den Alltag.

 

Wenn die Haut mitreagiert

Nach dem Beratungsgespräch wird Frau Liechti wieder von der Pharmaassistentin betreut. Dabei spricht sie zusätzlich ihre juckende Haut an. Menschen mit Heuschnupfen leiden häufig auch unter juckenden Hautstellen. Neben den Beschwerden an Augen und Nase werden Hautsymptome oft als Nebensächlichkeit hingenommen. Auch das muss nicht sein. Bei Allergikerinnen und Allergikern ist die schützende Hautbarriere häufig gestört. Allergene wie Pollen können bei direktem Hautkontakt eine Histaminausschüttung auslösen, die sich durch Rötungen, Juckreiz, Quaddeln oder kleine Bläschen äussert.

Wichtig ist, den Kontakt mit Pollen möglichst zu reduzieren, etwa durch das Tragen langer Kleidung. Abends sollte die Haut mit einem sanften, rückfettenden Waschgel gereinigt werden. Anschliessend empfiehlt sich die Pflege mit einer parfümfreien, hypoallergenen Lotion, um die natürliche Hautbarriere zu unterstützen. Bei unzureichender Wirkung kann ergänzend ein Antihistaminikum in Tablettenform gegen den Juckreiz eingenommen werden.

 

Erleichterung nach der richtigen Behandlung

Frau Liechti lässt sich verschiedene Hautpflegeprodukte zeigen und ist mit der neuen Behandlung mit Nasenspray und Augentropfen einverstanden. Sie freut sich, etwas Neues auszuprobieren,
und zeigt sich zuversichtlich. Wie vereinbart nimmt die Apothekerin zehn Tage nach der Beratung telefonisch Kontakt mit Frau Liechti auf. Erleichtert berichtet sie von der guten Wirksamkeit der Produkte. Endlich könne sie Frühlingsspaziergänge mit Sonne im Gesicht und Vogelgesang in den Ohren wieder geniessen.