Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die schwerwiegende Folgen haben kann. Eine Impfung und einfache Schutzmassnahmen bieten wirksame Vorbeugung.
Zeckenstiche sind in der Schweiz weit verbreitet und werden oft unterschätzt. Dabei können Zecken Krankheitserreger übertragen, die ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Besonders die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, gehört zu den Infektionskrankheiten, vor denen man sich gezielt schützen sollte. Wer sich regelmässig in der Natur aufhält, sollte die wichtigsten Risiken und Vorsichtsmassnahmen kennen. Eine gute Information ist deshalb ein zentraler Schritt, um gesund zu bleiben.
Neben der Impfung spielen auch einfache Verhaltensmassnahmen im Alltag eine wichtige Rolle. Dazu gehört, Zeckenlebensräume zu kennen, den eigenen Schutz beim Aufenthalt im Freien anzupassen und den Körper nach Ausflügen sorgfältig zu kontrollieren. So lässt sich das Risiko eines Zeckenstichs deutlich senken. Im Folgenden erfahren Sie, wo Zecken besonders häufig vorkommen, was FSME genau ist und wie Sie sich wirksam davor schützen können.
Zecken leben vor allem in Laubwäldern mit dichtem Unterholz und kommen in der gesamten Schweiz bis zu einer Höhe von etwa 2000 Metern über Meer vor. Sie ernähren sich von Tier- und Menschenblut und können beim Stich verschiedene Krankheitserreger übertragen, darunter das FSME-Virus.
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Infektionskrankheit, die durch das FSME-Virus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt durch den Stich einer infizierten Zecke.
Zur Vorbeugung gegen FSME steht eine sichere und gut wirksame Impfung zur Verfügung. Diese wird allen Personen empfohlen (in der Regel ab drei Jahren), die sich in einem Risikogebiet gegenüber Zecken exponieren. Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen erforderlich. Eine Auffrischung sollte zehn Jahre nach der Grundimmunisierung erfolgen.
Zusätzlich sollten allgemeine Schutzmassnahmen gegen Zecken beachtet werden: gut abschliessende Kleidung und das Meiden von Unterholz. Hilfreich sind ausserdem Schutzmittel für die Haut und Insektizide für die Kleidung.
7–10 Tage nach dem Stich einer infizierten Zecke kann es zu einer ersten Krankheitsphase mit grippeähnlichen Symptomen kommen. Bei den meisten Patienten treten jedoch keine Krankheitszeichen auf. Bei 5–15 % der Infizierten wird das zentrale Nervensystem betroffen. Symptome wie Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen können auftreten und Wochen bis Monate andauern. Bei einigen Patienten können die Nerven von Armen, Beinen oder Gesicht gelähmt werden, was zu bleibenden Einschränkungen führen kann.