Individuelle Lösungen für Kinder
Manche Erkrankungen führen dazu, dass eine Nahrungsaufnahme über den Magen-Darm-Trakt nicht ausreichend oder gar nicht möglich ist. Mit der parenteraler Ernährung werden alle lebensnotwendigen Grundbestandteile der Nahrung direkt ins Blut verabreicht.
Parenterale Ernährung
Bei dieser Form der künstlichen Ernährung wird der Verdauungstrakt vollständig umgangen. Parenteral kommt von griechisch: para = neben und enteron = Darm , bedeutet also wörtlich: am Darm vorbei.

Die Nährlösung enthält ein flüssiges Gemisch aller Nährstoffe, die zum Leben notwendig sind. Die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden bei der Zubereitung dem Beutel zugespritzt.

Oftmals übernimmt die örtliche Spitex die Versorgung des Patienten mit der parenteralen Ernährung. Wir richten den dafür benötigten Arbeitsplatz beim Patienten ein, damit die Pflegefachfrauen agieren können. Ein Schubladensystem enthält alles, was gebraucht wird: Spritzen, Nadeln, Drei-Wege-Hähne, Verschlussstopfen, Infusionssysteme, Verbandsmaterial, Hygienematerial und so weiter. Auch die Infusionspumpe inklusive Infusionsständer stellt der HomeCare-Service zur Verfügung. Mittlerweile besteht die Möglichkeit, eine kleine, handliche Infusionspumpe einzusetzen. Diese wird im Rucksack mitgeführt und erlaubt eine grosse Unabhängigkeit des Patienten.

Die Einführung und Schulung der Pflegefachfrauen übernimmt eine von HomeCare-Service beauftragte Pflegeexpertin. Diese unterstützt das Pflegefachpersonal bei der Bereitstellung der Nährlösung, klärt auf und leitet an.
Sofern vom Arzt nicht anders verordnet, wird der Patient dazu angehalten, trotzdem ein wenig zu essen. Der Magen-Darmtrakt mus so seine Funktion aufrecht erhalten.
Um die parenterale Ernährung zu Hause möglichst sicher zu gestalten, werden die Hauptnährstoffe wie Eiweiss, Fett, Kohlenhydreate und Elektrolyten in einem Beutel gemischt. Vitamine und Spurenelemente werden erst kurz vor Gebrauch in die Ernährungslösung gespritzt, so dass sie nichts von ihrer Wirkung einbüssen.
Über nur eine Infusionsleitung wird dem Patienten alles verabreicht, was sein Körper täglich an Nähstoffen benötigt.